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Der Astronaut

Seitenansicht des Buches der Astronaut

Einleitung

Nach Der Marsianer 2011 und Artemis 2011, ist Der Astronaut das dritte Buch von Andy Weir welches ich gelesen habe. Nach dem grossen Erfolg von Der Marsianer der auch von Ridley Scott verfilmt wurde und mir als Buch sowie als Film sehr gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf die weiteren Bücher von Andy Weir. Soviel vorweg, in Der Astronaut (englischsprachiger Originaltitel Project Hail Mary) führt Andy Weir in ähnlicher unterhaltsamen und spannenden Manier durch die Geschichte wie in Der Marsianer.

Ein Mann erwacht in einem Raum aus einem Koma. Nach anfänglicher Verwirrung und der darauf folgenden Untersuchung seiner unmittelbaren Umgebung, findet er heraus, dass er sich an Bord eines Raumschiffes befindet. Seine einzige Begleitung besteht zu beginn aus zwei Leichen, welche sich später als Mitglieder seiner Crew herausstellen. Mit viel Ironie und einigen wissenschaftlichen Experimenten, erkundet er das Raumschiff. Mit der Zeit fängt er an sich an immer mehr aus seiner Vergangenheit an zu erinnern, unter anderem auch wie er überhaupt in diese Situation gekommen ist und was er an Bord des Raumschiffes (eigentlich ist es ja eine Rakete) zu suchen hat.

Mit der Zeit erinnert sich unser Held an immer mehr Details aus seiner Vergangenheit und es stellt sich heraus, dass er quasi im Auftrag der gesamten Menschheit unterwegs ist um das Überleben unserer Spezies zu sichern. Unsere Sonne stirbt. Mikroorganismen (von unserem Protagonisten selbst getaufte) so genannte Astrophagen ziehen Energie aus unserer Sonne und transportieren diese ab. Der Erde steht demzufolge alsbald eine neue Eiszeit bevor. Dies muss verhindert werden, daher stehen alle Länder der Erde zusammen und ziehen ausnahmsweise an einem Strang. So entsteht das Projekt Hail Mary, welches von der ehrgeizigen und dominierenden Eva Stratt geleitet wird. In Folge weiterer Flashbacks, erinnert sich unser Protagonist immer mehr an weitere wichtige Informationen, unter anderem auch an seinen eigenen Namen (Ryland Grace). Es stellt sich heraus dass Grace ehemaliger Molekularbiologe ist und zuletzt an einer Grundschule als Lehrer gearbeitet hat .

Im weiteren Verlauf seiner Entdeckungen an Bord der Hail Mary, stellt Grace fest dass er sich (für den Leser völlig unerwartet) nicht mehr in unserem Sonnensystem befindet. Die Hail Mary ist im Sonnensystem Tau-Ceti. Es ist dies auch das eigentliche Ziel des Raumschiffes, denn Grace findet im Verlauf weiterer Flashbacks heraus (oder besser geschrieben, er erinnert sich wieder daran), dass die Astrophagen ihr Unwesen auch in anderen Sonnensystemen treiben. Nur die Sonne im System von Tau-Ceti scheint der Energieabwanderung durch die Astrophagen verschont worden zu sein, und Grace ist nun auf dieser Mission unterwegs um herauszufinden weshalb.

Achtung Spoiler!

Während sich Grace von diesem Schock relativ schnell und mit gewohnter Selbstironie relativ schnell erholt, steht der nächste Schreck schon bereit. Er ist nicht alleine im Sonnensystem. Ein unbekanntes (also kein auf der Erde erbautes) Raumschiff nähert sich der Hail Mary und nimmt mit Grace Kontakt auf. In Folge der sich immer schneller entwickelnden Kommunikation mit dem anderen Raumschiff stellt sich heraus: An Bord des Alien Raumschiffes befindet sich eine andere Lebensform. Es ist dies ein Spinnenähnliches Lebenwesen vom Planeten 40 Eridani A b, welches von Grace kurz „Rocky“ getauft wird. Es stellt sich heraus, dass Rocky aus dem selben Grund nach Tau-Ceti wie Grace gereist ist. Auch auf Erid (von Grace so abgekürzt) stellen die Astrophagen die Eridianer vor das gleiche Problem wie die Menschheit. Und es gibt auch einen anderen gemeinsamen Nenner; Rocky ist wie Grace der alleinige Überlebende seiner Crew, die ursprünglich aus 23 Mitgliedern bestand.

Nachdem die zu Anfang eher etwas schwierige Kommunikation zwischen Rocky und Grace immer besser läuft (das Wörterbuch wird laufend aktualisiert) und Rocky sogar in die Hail Mary einzieht (in dem er in der Rakete von Grace ein eigenes Tunnelsystem einbaut, da er Ammoniak atmet und einen viel höheren atmosphärischen Druck braucht), arbeiten die beiden fortan zusammen an der Rettung der Erde und Eridani. Aus seinen Erinnerungen weiss Grace in der Zwischenzeit, dass er auf einer Selbstmordmission unterwegs ist und es ihm aufgrund des fehlenden Treibstoffes (es sind dies ironischerweise Astrophagen) nicht möglich sein wird wieder auf die Erde zurückzukehren. Freudige Überraschung; Rocky hat aufgrund dessen, dass er der einzige Überlende seiner Crew ist mehr als genug Treibstoff vorrätig und verspricht Grace, sobald sie dem Phänomen der Astrophagen auf die Schliche gekommen sind, seinen extra Treibstoff abzugeben. Dies sorgt bei Grace natürlich für entsprechend gute Laune.

Ob und wie es Rocky und Grace schaffen ihre jeweiligen Welten zu retten, möchte ich an diese Stelle nicht verraten. Nur soviel vorweg, der letzte Teil von Der Astronaut war für mich der spannendste und man kann sich hier auf ein unterhaltsames und witziges Ende freuen.

Fazit

Ich möchte allen die Der Marsianer als spannende Lektüre genossen haben das Buch Der Astronaut sehr ans Herz legen. Andy Weirs liebe zur Physik, Biologie, Astronomie und der Wissenschaft ist in jedem Satz des Buches ersichtlich. Es gibt ähnlich viele Experimente und Improvisationen wie in Der Marsianer, für alles MacGyver Fans dort draussen ihr dürft euch also freuen. Auch die Beschreibung einer uns fremden Spezies und ihrer Kultur ist Andy Weir sehr gut gelungen, man kann sich die Aliens und ihre Gesellschaft lebhaft vorstellen. Insgesamt wird der Roman je länger man liest unterhaltsamer und aufregender. Toll ist auch wie der Hauptprotagonist Ryland Grace im Verlauf der Storyline durch die Flashbacks immer mehr Tiefe und Charakter erhält.

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